Echo

Alterszentrum Gemeinde Schwyz
6431 Schwyz

Neubau Alterszentrum mit 122 Betten
Infrastrukturräume und öffent. Nutzungen

  • Bauherr
    • Gemeinde Schwyz, Betriebe, 6431 Schwyz
  • Planung
    • 2010 Projektwettbewerb


Ausgangslage: Auf dem Areal für öffentliche Bauten im Ortsteil Ibach der Gemeine Schwyz soll das neue Alterszentrum entstehen. Eine Herausforderung stellt dabei die Aufgabe insbesondere wegen der Grösse der Anlage mit 122 Betten, der Infrastruktur und einer allfälligen Erweiterung. Sowohl Städtebaulich wie von der Wohnform ist adäquat auf die ländliche Lage einzugehen, so dass dabei ein effizientes Preis-Leistungsverhältnis für den Bau wie auch für den Betrieb gegeben ist. Damit die Grösse nicht einen Spitalcharakter vermittelt wollen wir die Anlage als Haus wahrnehmen. Das „Haus“ als Identität stiftender Ort des Wohnens und Begehens. Letztendlich wird es zur neuen Heimat für alle Bewohner.

Städtebau: Das Grundstück in der öffentlichen Zone ist von raumbildenden Gebäudevolumen geprägt. Das Gelände verläuft von der Gotthardstrasse aus nord-östlich, sanft ansteigend Richtung Ortsteil Schwyz wo es an die Schulanlage Rubiswil angrenzt. Im Nord-Westen liegt die Landwirtschaftszone mit den idyllischen Weiden, Obsthainen und Gutsbetrieben und unmittelbar angrenzend, das Stallgebäude welches bei Bedarf für den Streichelzoo mitgenutzt werden könnte. Im Osten an der Gotthardstrasse stehen die beiden Wohnhäuser (eines davon das Hochhaus) mit den Alterswohnungen und in der Verlängerung nach Süden das Schulgebäude der HZI welches voraussichtlich für die 2 Etappe fallen wird und die unabhängig stehenden Bauten des heutigen Alterheim. Im Süd-Westen steht die grossflächige Tennissportanlage als Filter zum dahinter liegenden Einkaufszentrum Mythen. Als wichtige Elemente sind die natürliche Topografie und die unverwechselbare Weitsicht zu den Voralpen nach Süd-Westen, dem Stoos mit dem Fronalp- und dem Klingenstock nach Süden sowie den beiden mächtigen Mythen auf der Nord-Ost Seite von Bedeutung.

Gebäudetypologie: Die Gebäudestruktur richtet sich vom Erdgeschoss bis zum Attika nach dem Regelgeschoss der Pflegeabteilung. Acht gestaffelte Raumgruppen reihen sich zu einer Gesamtform zusammen und bilden eine eigene Innenwelt mit verschiedenen Wegführungen. Die innere Erschliessung gruppiert sich netzartig um die natürlich belichteten Atrien. Grosse Fensteröffnungen mit Blickbezügen in die für die Bewohner vertraute Landschaft machen die Orientierung übersichtlich. Zudem bietet die Erschliessung unterschiedliche Qualitäten über die reine Funktion hinaus als Kommunikation- bzw. Nischenbereiche. Die Zimmer in den Obergeschossen sind nebst dem Bezug zu Besonnung, vor allem in Bezug auf die Qualität der Aussicht ausgerichtet.